Der Enok
Nyctereutes procyonoides

Der Marderhund oder Enok ähnelt in seiner Gestalt einer Mischform aus Mardern und Hunden, oder eher noch Kleinbären und Hunden.

Das Nachtaktive Tier frisst Obst, Vögel, Mäuse, Krabben und Fisch. Ungewöhnlich für einen Vertreter der Hundeähnlichen Tiere, kann der Enok sehr gut klettern. Ebenfalls als einzige Art dieser Tierfamilie hält er Winterschlaf

Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet des Marderhunds umfasst das östliche Sibirien, das nordöstliche China und Japan. Im 19. Jahrhundert führte man Marderhunde in Westrussland ein, um sie für die Pelzzucht leichter verfügbar zu machen. Von dort aus gelang er immer weiter nach Westen. 1960 wurde er auch Teil der Deutschen Fauna. Während der Marderhund in Japan selten geworden ist, nimmt seine Zahl in Europa stetig zu.

Eigentlich gibt es sie auf Deutschen Pelzfarmen nicht mehr aber Undercoveraktionen in Pelzfarmen brachten ganz andere Dinge ans Licht:
"Wir trauten unseren Augen nicht: Es waren Marderhunde, die dort in etwa 1 Meter kleinen Käfigen gefangen gehalten wurden. Marderhunde, die es eigentlich auf deutschen Farmen gar nicht mehr gibt. Verängstigt schauten sie aus ihren Hütten. Einer nach dem andern kam heraus und drehte seine kurze Runde, die ihm der Käfig erlaubt und verzog sich wieder in die kleine Holzhütte. Unfassbares Leid."







Undercoveraufnahmen von der Pelztierfarm Schirmer Sommer 2006


Quellen: Offensive gegen die Pelzindustrie, Die Tierfreunde e. V., "Tiere"-Dorling Kindersley, Wikipedia.de