Der Mink
Mustela vison

Der Amerikanische Nerz, auch Mink genannt, kommt ursprünglich aus Nordamerika. Dort lebt er in ausgedehnten Revieren wo er an Land und im Wasser auf Beutefang gehen kann. Wie alle Marder kann der Nerz hervorragend schwimmen, er besitzt kurze Schwimmhäute zwischen den Zehen und hat ein wasserabweisendes Fell. Nerze sind Einzelgänger, nur in der Paarungszeit dulden sie das andere Geschlecht um sich. War die Paarung erfolgreich, so bringt das Weibchen 3-6 Junge zur Welt. Die meisten Amerikanischen Nerze sind dunkelbraun bis schwarz, nur jeder zehnte Nerz ist graublau. Durch das gezielte züchten entstanden durch Mutationen viele neue Farbschläge.

Wo das Tier in freier Wildbahn riesige Territorien für sich beansprucht, muss es auf der Pelzfarm sein leben in einem Drahtkäfig fristen, der eine durchschnittliche Bodenfläche von 30 cm x 90 cm hat. Damit ist dieser Käfig bis zu 60 Millionen Mal kleiner, als das Gebiet auf dem der Nerz in freier Wildbahn leben würde.
Auch der Boden des Käfigs besteht aus Drahtgitter, so erleidet das Tier bei jedem Schritt große Schmerzen, da die Drahtgitter unermüdlich die feinen Füße der Tiere einschneiden.
Die davon herrührenden Wunden heilen nur selten, denn in den Farmen gibt es keinerlei medizinische Betreuung für die Tiere, die Wunden eitern und verkrusten schließlich. Auch sonst wird den Tieren keinerlei Pflege zuteil so befindet sich unter dem Käfig meistens ein Anhäufung aus Exkrementen.

Nerze sind natürliche Einzelgänger, sie ertragen die Nähe von Artgenossen nicht, deswegen ist es nicht sehr verwunderlich, dass es in den Farmen oft Kannibalismus gibt. Durch all diese schlechten Verhältnisse und den Terror sterben 20% der Tiere meistens schon vor ihrer regulären Tötung. Sollten sie den Tag ihrer Hinrichtung noch erleben werden sie vergast, erschlagen, erdrosselt und durch unzureichende Betäubung lebendig gehäutet.

Seit etwa 1900 werden in Südamerika, Europa und Russland Minks ihres Fells wegen gezüchtet. Ausreißer und freigelassene Tiere bildeten einen wilden Bestand, welcher als Bedrohung für Tierwelt gilt.






Auch nach hundert Generationen Gefangeschaft strebt der Nerz noch nach Freiheit.
Aufnahme von der Pelztierfarm Schirmer Sommer 2007


Quellen: "Tiere"-Dorling Kindersley, Wikipedia.de