Was spricht gegen Echtpelz?


1. Ethik
In unserer heutigen Gesellschaft ist es nicht notwendig, Tiere wegen ihrer Haut und ihren Haaren einzupferchen und schließlich zu töten. Wir sind in der Lage, gleichwertige, ja sogar bessere Stoffe, aus pflanzlichen oder synthetischen Mitteln herzustellen.
Echtpelz ist nichts mehr als ein vollkommen veraltetes Statussymbol.
60% bis 70% der Deutschen haben sich in repräsentativen Umfragen für ein Pelztierzuchtverbot ausgesprochen, doch bisher blieb diese Bitte von der Regierung ungehört.

2. Tierschutz
"Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen." (Erster Paragraph des Tierschutzgesetzes).
Viele Klagen gegen Pelztierzüchter berufen sich auf dieses Zitat und wegen solch ähnlichen Gesetzen wurde in Großbritannien und Österreich die Pelztierzucht bereits verboten.

3. Umweltschutz
Zur Herstellung eines Pelzmantels wird 66 mal so viel Energie wie bei einem vergleichbaren Mantel aus Kunstfell oder Baumwolle benötigt.
Der Vorgang der Pelzherstellung also ist nicht nur das Qualvollste, was man einem Tier antun kann, es ist auch der Umwelt gegenüber unverantwortlich.

4. Ökonomie
Nach den Einbrüchen der Pelzbranche in den 90er Jahren hielten laut zwei wissenschaftlichen Studien nur 64% der Pelztierzüchter ihren Betrieb für rentabel. Damals lag die Anlaufzeit für das Erreichen eines zufriedenstellenden Einkommens bei ca. 7,6 Jahren. Inzwischen redet die Branche wieder von einem geringem Aufschwung. Doch was bedeutet das bei einer Branche, deren dramatischer Rückgang seit den 70ern nicht mehr aufzuhalten ist?
Immer mehr Modeketten haben in den letzten Jahren den Echtpelz aus den Regalen genommen und es werden weitere folgen.






Die Umweltverschmutzungen durch Massentierhaltung stellen immer einen großen Umweltschaden dar. Aufnahmen aus Rochlitz von 2006.

Quellen: Deutsches Tierschutzgesetz, Pelztierzucht - Das sinnlose Sterben (Edmund Haferbeck), Die Tierfreunde e. V.