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Pelz - Definition & Beschaffung Obwohl es heut schon längst nicht mehr gesellschaftlich angesehen ist, gilt es in manchen Kreisen immer noch als Prestigefrage, Echtpelz zu tragen. Durch gute Imitationen wurde der Echtpelz in die Edelboutiquen abgedrängt, seine Herstellung lohnt sich nur dadurch, dass er sehr hohe Preise erzielt. Dies verdankt er vor allem den Modedesignern, die ihn in den letzten Jahren wieder für sich entdeckt haben. Jedoch ist es fraglich ob so viele Leute Echtpelz tragen würden, wenn sie wüssten, welche brutalen Einzelheiten über dessen Herstellung ihnen die Pelzlobby verschweigt. Jeder Echtpelz besteht aus dem Haar und der obersten Hautschicht eines Tieres. Meist sind das bewegungsaktive Wildtiere wie Füchse, Nerze, Chinchillas, Kaninchen, Wölfe, Waschbär, Hamster, Eichhörnchen aber auch Hunde und Katzen. 100 Millionen Tiere werden weltweit jährlich für die Pelzindustrie umgebracht, das sind etwa drei bis vier Tiere jede Sekunde. Für einen Pelzmantel müssen 18 Füchse, 30 Nutrias, 10 Nerzen, 160 Chinchillas, 10 - 12 Hunde oder 25 Katzen ihr Leben lassen. Diese Tiere werden wegen der gestiegenen Nachfrage und den verschärften Naturschutzgesetzen heute zum Grossteil nicht mehr in freier Wildbahn erjagt, sondern in so genannten Pelzfarmen speziell gezüchtet. Nicht nur in der Lebensmittelindustrie hat sich die Massentierhaltung durchgesetzt. Auch bei der Pelzgewinnung setzt man auf kleine Käfige und wenig Tageslicht. Die Pelz-Lobby spricht bei Pelzfarmpelzen gern von einer guten Qualität, da es dem Tier physisch und psychisch gut ginge. Dass dies nicht der Fall ist kann sich jeder denken, der die folgenden Fakten kennt: Die Käfige bestehen aus Gitterdraht und sind nicht viel größer als das Tier selbst. Zu fressen bekommen die Tiere einen Brei aus Schlacht- und Fischabfällen, der auch die Überreste von Artgenossen enthalten kann. Dieses Futter führt zu Mangelerscheinungen. Durch diese Mangelernährung, die Bewegungsunfähigkeit und die Qualen des Eingesperrtseins kommt es unter den Tieren oft zu psychischen Schäden (Stereotypien), Selbstverstümmelung und Kannibalismus. Dieses Leben müssen die Tiere 7 Monate aushalten, bis ihr Pelz im Spätherbst "geerntet" wird. Und das oft bei lebendigem Leib. |
Ein Stück Pelz in der Nahaufnahme
So werden die Nerze in Seelitz eingepfercht. Quellen: Offensive gegen die Pelzindustrie, Die Tierfreunde e. V., Präsentation der Tierrechtsgruppe Passau | |||